Giardien beim Hund - Ursachen, Tipps & Therapie beim Befall

Giardien beim Hund - Ursachen, Tipps & Therapie beim Befall

Giardien sind einzellige Parasiten, die im Darmtrakt von Hunden vorkommen können und eine Erkrankung namens Giardiose oder Giardiasis verursachen können.

Was genau sind Giardien und wie entstehen sie?

Giardien (Giardia) sind einzellige Parasiten, die im Darmtrakt von Hunden vorkommen können. Sie gehören zur Gruppe der Protozoen, genauer gesagt zu den Flagellaten, da sie bewegliche Geißeln haben, die ihnen bei der Fortbewegung und der Anhaftung an die Darmwand helfen.

Giardien können Krankheiten verursachen, die als Giardiasis bekannt sind. Die Symptome einer Giardiasis können Durchfall, Bauchschmerzen, Blähungen, Übelkeit und Erbrechen sein. Die Infektion kann von Mensch zu Mensch übertragen werden, aber auch durch den Kontakt mit kontaminiertem Wasser, Lebensmitteln oder Gegenständen, die mit den Parasiten in Berührung gekommen sind.

Die Entstehung von Giardien erfolgt in zwei Hauptphasen: der trophozoiten Phase und der Zysten Phase.

  1. Trophozoiten Phase: In dieser Phase sind Giardien aktiv und beweglich. Sie heften sich an die Schleimhaut des Dünndarms und vermehren sich durch Zellteilung. Diese Phase ist diejenige, in der die Parasiten dem Wirt Schaden zufügen und die Krankheitssymptome hervorrufen.

  2. Zysten Phase: Unter ungünstigen Bedingungen, wie z.B. wenn der Wirt Kot ausscheidet oder wenn die Umweltbedingungen nicht ideal sind, können die aktiven Trophozoiten sich in eine widerstandsfähigere Zystenform verwandeln. Diese Zysten sind sehr widerstandsfähig gegenüber äußeren Einflüssen wie Temperaturschwankungen und Chemikalien. Sie können längere Zeit in der Umwelt überleben und so die Infektionsquelle bilden. Wenn eine infizierte Person oder ein Tier diese Zysten aufnimmt, kann sich der Lebenszyklus von Giardia fortsetzen.

Die Diagnose von Giardien erfolgt oft durch den Nachweis der Zysten im Stuhl der betroffenen Person oder des Tieres. Die Behandlung erfolgt normalerweise mit antiparasitären Medikamenten, um die Infektion zu beseitigen. Es ist auch wichtig, gute Hygienemaßnahmen zu beachten, um die Ausbreitung der Infektion zu verhindern.

Woran erkennen Sie, dass Ihre Fellnase erkrankt ist? (Symptome)

Bei Hunden können Giardien eine Erkrankung verursachen, die als "Giardiose" oder "Giardiasis" bezeichnet wird. Die Symptome der Giardieninfektion bei Hunden können variieren und in einigen Fällen können Hunde auch asymptomatisch sein. Hier sind einige häufige Symptome:

  1. Durchfall: Dies ist eines der häufigsten Symptome einer Giardieninfektion bei Hunden. Der Durchfall kann mild bis schwerwiegend sein und kann von gelegentlichem lockeren Stuhl bis hin zu starkem, wässrigem Durchfall reichen.

  2. Erbrechen: Ein infizierter Hund kann wiederholt erbrechen, was zu Dehydration und Gewichtsverlust führen kann.

  3. Bauchschmerzen: Hunde mit Giardien können Bauchschmerzen haben, die sich durch Unruhe, Anzeichen von Unbehagen oder Bauchdruck äußern können.

  4. Gewichtsverlust: Aufgrund von Durchfall, Erbrechen und verringertem Appetit kann ein Hund an Gewicht verlieren.

  5. Appetitverlust: Ein infizierter Hund kann seinen Appetit verlieren oder weniger essen als üblich.

  6. Blähungen: Giardien können zu Blähungen führen, die das Unwohlsein des Hundes verstärken können.

  7. Müdigkeit: Hunde mit einer Giardieninfektion können sich lethargisch fühlen und weniger aktiv sein.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Symptome der Giardiose bei Hunden denen anderer Magen-Darm-Erkrankungen ähneln können. Eine genaue Diagnose erfordert daher eine Untersuchung durch einen Tierarzt. Die Diagnose wird normalerweise durch den Nachweis von Giardia-Zysten im Kot des Hundes gestellt. Die Behandlung erfolgt in der Regel mit antiparasitären Medikamenten, die vom Tierarzt verschrieben werden.

Da Giardien leicht von einem Hund auf einen anderen übertragen werden können, ist eine gute Hygiene wichtig, um die Ausbreitung der Infektion zu verhindern. Dies beinhaltet das Entfernen von Kot aus der Umgebung des Hundes, das regelmäßige Reinigen von Wasser- und Futterschalen sowie das Waschen der Hände nach dem Umgang mit einem infizierten Hund.

Behandlung von Giardien beim Hund

Die Behandlung von Giardien bei Hunden erfordert eine sorgfältige Diagnose und eine angemessene medizinische Betreuung durch einen Tierarzt. Hier sind die Schritte, die normalerweise bei der Behandlung von Giardieninfektionen bei Hunden unternommen werden:

Tierärztliche Diagnose: Wenn Verdacht auf eine Giardieninfektion besteht, sollte der Hund von einem Tierarzt untersucht werden. Dies beinhaltet normalerweise eine körperliche Untersuchung und eine Analyse einer Kotprobe auf das Vorhandensein von Giardia-Zysten.

Antiparasitäre Medikamente: Wenn die Giardieninfektion bestätigt wird, wird der Tierarzt in der Regel eine Behandlung mit antiparasitären Medikamenten verschreiben. Das am häufigsten verwendete Medikament ist Metronidazol, aber es gibt auch andere Optionen wie Fenbendazol oder Panacur. Die genaue Dosierung und Behandlungsdauer werden vom Tierarzt festgelegt.

Hygiene und Umgebungspflege: Während der Behandlung ist es wichtig, die Umgebung des Hundes sauber zu halten. Kot sollte sofort entfernt werden, und Wasser- und Futterschalen sollten regelmäßig gereinigt werden, um eine erneute Infektion zu verhindern.

Kontrolluntersuchungen: Nach Abschluss der medikamentösen Behandlung kann der Tierarzt empfehlen, weitere Kotuntersuchungen durchzuführen, um sicherzustellen, dass die Giardieninfektion vollständig behandelt wurde.

Gesunde Ernährung und Flüssigkeitszufuhr: Während der Behandlung ist es wichtig, dass der Hund ausreichend hydriert bleibt. Es kann auch hilfreich sein, eine leicht verdauliche, ausgewogene Ernährung zu füttern, um den Darm des Hundes zu entlasten.

Präventive Maßnahmen: Um eine erneute Infektion zu verhindern, ist es wichtig, gute Hygienepraktiken beizubehalten. Regelmäßiges Reinigen der Umgebung, Hände waschen nach dem Umgang mit Hunden und regelmäßige Entwurmung können dazu beitragen, das Risiko einer erneuten Infektion zu minimieren.

Es ist entscheidend, die Anweisungen des Tierarztes genau zu befolgen und die gesamte vorgeschriebene Behandlung abzuschließen, um sicherzustellen, dass die Giardieninfektion erfolgreich behandelt wird.

Unterschiedliche Therapien bei Giardiose

Es gibt verschiedene Ansätze zur Behandlung von Giardiose bei Hunden, die von Tierärzten je nach den individuellen Bedürfnissen des betroffenen Hundes empfohlen werden. Hier sind einige der häufigsten Therapieoptionen:

  1. Antiparasitäre Medikamente: Diese sind die wichtigste Behandlungsoption für Giardieninfektionen bei Hunden. Die beiden am häufigsten verwendeten Medikamente sind Metronidazol und Fenbendazol. Sie wirken, indem sie die Giardien in ihrem Darm reduzieren und beseitigen. Die Dosierung und Behandlungsdauer variieren je nach dem Schweregrad der Infektion und dem gewählten Medikament.

  2. Kombinationstherapie: In einigen Fällen kann es sinnvoll sein, mehrere antiparasitäre Medikamente zu kombinieren, um eine effektivere Behandlung zu erreichen. Ihr Tierarzt kann entscheiden, ob eine Kombinationstherapie erforderlich ist.

  3. Probiotika: Die Verabreichung von Probiotika, die gesunde Darmbakterien enthalten, kann helfen, das Gleichgewicht der Darmflora wiederherzustellen, das durch die Giardieninfektion gestört sein kann.

  4. Diät: Eine leicht verdauliche Diät kann dem Hund helfen, sich schneller zu erholen und den Magen-Darm-Trakt zu entlasten. Ihr Tierarzt kann eine geeignete Diät empfehlen.

Wie sieht der Kot bei Giardien aus?

Der Kot von Hunden mit einer Giardieninfektion kann je nach Schweregrad der Infektion und individuellen Faktoren variieren. Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle Hunde mit Giardieninfektion zwangsläufig auffälligen Kot haben, und nicht alle Anzeichen unbedingt auf Giardien hinweisen. Dennoch können einige mögliche Veränderungen im Kot auftreten:

  1. Durchfall: Dies ist eines der häufigsten Symptome einer Giardieninfektion. Der Durchfall kann von leichtem bis starkem Durchfall reichen, der wässrig oder schleimig sein kann.

  2. Schleim: Der Kot kann vermehrten Schleim enthalten, insbesondere bei schwereren Infektionen.

  3. Farbveränderungen: Der Kot kann eine ungewöhnliche Farbe haben, wie z.B. heller oder dunkler als normal.

  4. Geruch: Einige Besitzer bemerken möglicherweise einen unangenehmen Geruch des Kots.

  5. Konsistenz: Der Kot kann eine unregelmäßige Konsistenz haben, von weich bis flüssig.

Es ist wichtig zu betonen, dass diese Anzeichen nicht spezifisch für Giardien sind und auch andere Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts ähnliche Symptome verursachen können. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Hund eine Giardieninfektion haben könnte, ist es ratsam, eine tierärztliche Untersuchung durchführen zu lassen. Der Tierarzt kann eine genaue Diagnose stellen und die geeignete Behandlung empfehlen. Die Diagnose erfolgt normalerweise durch den Nachweis von Giardia-Zysten im Kot des Hundes.

Wie lange ist der Hund ansteckend?

Hunde können während und nach einer Giardieninfektion unterschiedlich lange ansteckend sein. Die Ansteckungsfähigkeit kann von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden, einschließlich des Schweregrads der Infektion, der Behandlung und der Umgebungsbedingungen.

Während einer aktiven Giardieninfektion, insbesondere während der Zeit, in der der Hund Giardia-Zysten im Kot ausscheidet, kann er andere Hunde oder Menschen anstecken. Dies ist der Zeitpunkt, an dem die Infektion am leichtesten übertragen werden kann.

Die Behandlung mit antiparasitären Medikamenten zielt darauf ab, die Anzahl der Giardien im Darm zu reduzieren und die Ausscheidung von Zysten zu verringern. Nach Beginn der Behandlung sollte die Ansteckungsgefahr allmählich abnehmen. Dennoch kann ein Hund auch nach Beginn der Behandlung noch einige Zeit ansteckend sein.

Ein Tierarzt kann empfehlen, Kotuntersuchungen durchzuführen, um sicherzustellen, dass keine Giardien-Zysten mehr im Kot vorhanden sind. Wenn aufeinanderfolgende Kotproben negative Ergebnisse zeigen, deutet dies darauf hin, dass der Hund weniger ansteckend ist.

Um die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Ansteckung zu minimieren, ist es wichtig, die Umgebung des Hundes sauber zu halten und hygienische Maßnahmen zu beachten.

Darum BugBell

Neben der Gabe von Medikamenten ist die Umstellung der Ernährung, vor allem bei chronisch infizierten Hunden enorm wichtig.

Eine Zeit lang ist man davon ausgegangen, dass infizierte Hunde möglichst kohlenhydratarm- oder sogar kohlenhydratfrei ernährt werden sollen. Dies wird allerdings inzwischen als nicht richtig angesehen – das Gerücht hält sich jedoch nach wie vor hartnäckig!!

Vielmehr ist es wichtig, dass erkrankte Hunde eine leicht verdauliche Diät erhalten, welche ein gewisses maß an Kohlenhydraten enhält. Ist die Nahrung nämlich leicht verdaulich, so ist es für die angegriffene Darmschleimhaut leichter, die Nährstoffe aufzunehmen.

Leicht verdauliche Kohlenhydrate führen den Darmzellen lebenswichtige Energie zu, welche sie zur Regeneration benötigen. Aus diesem Grund wird Ihr Tierarzt Ihnen beispielsweise Schonkost oder eine hypoallergene Diät sowie evtl. Prä- und Probiotika für Hunde empfehlen.

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