Bandscheibenvorfall beim Hund – Ursachen, Symptome und wie du richtig hilfst

Bandscheibenvorfall beim Hund – Ursachen, Symptome und wie du richtig hilfst

Patellaluxation beim Hund verstehen: Symptome, Behandlung & Alltagshilfe Du liest Bandscheibenvorfall beim Hund – Ursachen, Symptome und wie du richtig hilfst 3 Minuten

Bandscheibenvorfall beim Hund – Erkennen, Vberstehen, Unterstützen

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Was ist ein Bandscheibenvorfall beim Hund?

Ein Bandscheibenvorfall (IVDD) entsteht, wenn Material aus dem Inneren einer Bandscheibe austritt und auf Rückenmark oder Nerven drückt. Betroffen sind häufig chondrodystrophe Rassen (z. B. Dackel, Französische Bulldogge, Shih Tzu), aber grundsätzlich kann jeder Hund erkranken. Die Folgen reichen von Rückenschmerz bis hin zu Lähmungen – frühes Erkennen ist entscheidend.

Typische Symptome – so erkennst du die Warnzeichen

  • Steifer, unsicherer Gang oder eingeschränkte Beweglichkeit
  • Zittern/Unruhe, v. a. beim Aufstehen oder Hinlegen
  • Vermeidung von Treppen, Springen oder Spielen
  • Schmerzempfindlichkeit im Rückenbereich
  • Lahmheit/Pfotenschleifen der Hinterbeine
  • Probleme beim Harn- oder Kotabsatz bis Inkontinenz

Sofort zum Tierarzt/Klinik: plötzliche Lähmung, Verlust des Tiefenschmerzes, starke Schmerzen, akute Inkontinenz/Harnverhalt.

Ursachen & Risikofaktoren für einen Bandscheibenvorfall

Häufigste Ursache ist der Verschleiß der Bandscheiben (Alter, genetische Veranlagung). Weitere Risikofaktoren:

  • Übergewicht – zusätzliche Belastung der Wirbelsäule
  • Rassespezifische Veranlagung (z. B. Dackel, Mops, Bulldogge)
  • Frühes/intensives Springen oder abrupte Belastung
  • Fehl-/Überbelastung durch ungeeignete Aktivitäten

Diagnose beim Tierarzt – das passiert bei Verdacht

Zuerst erfolgt eine neurologische Untersuchung (inkl. Tiefenschmerz-Test). Zur genauen Lokalisation werden je nach Fall Röntgen (Screening), CT oder MRT eingesetzt. So lässt sich bestimmen, welche Bandscheibe betroffen ist und ob konservativ oder chirurgisch behandelt wird.

Behandlungsmöglichkeiten – konservativ oder OP?

Konservative Therapie (leichte bis moderate Fälle, Tiefenschmerz vorhanden):

  • Strikte Ruhe für i. d. R. 4–6 Wochen (kein Springen/Treppen)
  • Tierärztlich verordnete Schmerz-/Entzündungshemmer
  • Angeleitete Physiotherapie, später kontrollierter Wiederaufbau
  • Harnblasenmanagement, falls nötig

Chirurgische Behandlung (schwere Fälle/kein Tiefenschmerz/Therapieversagen):

  • Druckentlastung des Rückenmarks (z. B. Hemilaminektomie)
  • Entscheidend: zeitnahes Handeln bei neurologischen Ausfällen
Hinweis: Die OP-Prognose ist mit vorhandenem Tiefenschmerz am besten. Ohne Tiefenschmerz sind die Chancen geringer, aber eine zeitnahe OP verbessert die Aussichten deutlich.

So gestaltest du den Alltag mit einem Hund mit Bandscheibenvorfall

  • Rutschfeste Umgebung (Teppichläufer/Antirutsch-Matten)
  • Rampen/Stufenhilfen statt Sprünge aufs Sofa/ins Auto
  • Geführte, gleichmäßige Bewegung statt „Weekend-Warrior“
  • Orthopädisches Bett, korrektes Anheben (Hände unter Brust & Becken)
  • Gewichtskontrolle: schlanker Body-Condition-Score entlastet die Wirbelsäule

Ernährung & Nahrungsergänzung bei Rückenproblemen

Ernährung heilt IVDD nicht, sie kann aber Regeneration & Gewichtsmanagement unterstützen:

  • Omega-3-Fettsäuren (z. B. Algenöl) als ernährungsphysiologische Unterstützung
  • Glucosamin & Chondroitin – Bausteine des Gelenkknorpels/Bindegewebes
  • Kollagen – unterstützt Bänder, Sehnen und Bandscheibenstrukturen
  • Vitamin E/C – antioxidative Unterstützung

Wichtig: Ergänzungen sind zusätzlich zur tierärztlichen Behandlung zu sehen. Bitte immer mit deiner Tierärztin/deinem Tierarzt abstimmen.


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FAQ

Ist immer eine OP nötig?
Nein. Leichtere Fälle mit vorhandenem Tiefenschmerz sprechen oft auf strikte Ruhe, Schmerztherapie und Physio an. Ohne Tiefenschmerz ist die OP-Prognose in der Regel besser als rein konservativ.

Wie lange Boxenruhe?
Meist etwa 4–6 Wochen strikte Ruhe, danach stufenweise Belastungssteigerung nach Plan.

Welche Rassen sind besonders gefährdet?
Häufig betroffen: chondrodystrophe Rassen wie Dackel, Französische Bulldogge, Pekinese, Shih Tzu, Basset. Grundsätzlich kann jeder Hund erkranken.

Wann ist es ein Notfall?
Bei plötzlicher Lähmung, starkem Schmerz, Harnverhalt/Inkontinenz oder Verlust des Tiefenschmerzes bitte sofort in die Tierklinik.

 

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