Rassenportrait Französische Bulldogge

Französische Bulldogge: Rasseportrait, Charakter & 10 wichtige Fakten

Die Französische Bulldogge gehört seit Jahren zu den beliebtesten Hunderassen überhaupt. Kein Wunder: Der kleine, kompakte Hund mit den typischen Fledermausohren, dem ausdrucksstarken Blick und dem charmanten Wesen ist ein echter Herzenshund. Wer sich intensiver mit der Rasse beschäftigt, merkt aber schnell: Hinter dem niedlichen Look steckt eine besondere Hunderasse mit besonderen Bedürfnissen.

In diesem ausführlichen Rasseportrait der Französischen Bulldogge erfährst du, was die Rasse ausmacht, woher sie stammt, wie ihr Charakter ist, worauf du bei Haltung und Pflege achten solltest und welche gesundheitlichen Besonderheiten typisch sind. Besonders wichtig ist außerdem die Ernährung der Französischen Bulldogge, denn viele Frenchies neigen zu Allergien, Verdauungsproblemen, empfindlicher Haut und Unverträglichkeiten. Genau hier kann eine passende Fütterung enorm viel ausmachen.

Französische Bulldogge Qualzucht

Inhaltsverzeichnis

Rasseportrait: Französische Bulldogge im Überblick

Die Französische Bulldogge – auch bekannt als French Bulldog, Frenchie oder Bouledogue français – ist eine kleine, stämmige und muskulöse Hunderasse, die vor allem als Gesellschafts- und Begleithund geschätzt wird. Sie ist anpassungsfähig, freundlich, verspielt und sucht die enge Bindung zu ihren Menschen.

Genau diese Mischung macht sie so beliebt: Sie passt oft sowohl in den Alltag von Singles als auch in Familien, in eine Stadtwohnung ebenso wie in ein Haus mit Garten – solange sie nicht ausgegrenzt wird, sondern wirklich Teil des Alltags ist.

Wichtig: Die Französische Bulldogge ist kein Hund, der stundenlang allein sein möchte. Sie liebt Nähe, Aufmerksamkeit und ein harmonisches Familienleben.

Steckbrief der Französischen Bulldogge

Steckbrief Französische Bulldogge:

  • Herkunft: Frankreich
  • Größe: klein
  • Schulterhöhe: ca. 24–35 cm
  • Gewicht: ca. 8–14 kg
  • Alter: ca. 10–12 Jahre
  • Charakter: liebenswürdig, verspielt, gutmütig, anhänglich
  • Pflege: gering
  • Bewegungsbedarf: gering bis moderat
  • Haarkleid: kurz, weich, glänzend
  • Fellfarben: fawn, gestromt, ungestromt, gescheckt
  • FCI-Gruppe: Gruppe 9, Sektion 11

Französische Bulldogge: Charakter & Wesen

Der Charakter der Französischen Bulldogge ist einer der Hauptgründe für ihre Beliebtheit. Frenchies gelten als charmant, anpassungsfähig, verschmust und ausgesprochen menschenbezogen. Sie suchen aktiv Nähe und genießen es, mitten im Familienleben zu stehen.

Dazu kommt ihr typischer, fast schon menschlich wirkender Gesichtsausdruck, dem kaum jemand widerstehen kann. Trotz ihres manchmal etwas mürrischen Looks sind Französische Bulldoggen meist sehr freundlich, gutmütig und verspielt.

  • anhänglich und verschmust
  • verspielt und humorvoll
  • gutmütig und oft kinderlieb
  • anpassungsfähig im Alltag
  • harmoniebedürftig im Familienleben

Allerdings hat die Französische Bulldogge auch einen gewissen Dickkopf. Wenn sie sich vernachlässigt fühlt oder ihr zu wenig Beachtung geschenkt wird, kann sie stur reagieren. Meist hält das aber nicht lange an – denn Harmonie ist dieser Rasse sehr wichtig.

Typisch Frenchie: Sie kann clownesk, sensibel und eigenwillig zugleich sein. Gerade diese Mischung macht die Rasse für viele Menschen so liebenswert.

Geschichte der Französischen Bulldogge

Auch wenn der Name es vermuten lässt, beginnt die Geschichte der Französischen Bulldogge nicht ausschließlich in Frankreich. Ihre Vorfahren gehen weit zurück auf kräftige Molosserhunde, die bereits von römischen Legionen genutzt wurden.

Der Begriff „Bulldogge“ entstand später in England und hängt mit dem grausamen sogenannten „Bullbaiting“ zusammen – einer historischen Form der Tierkämpfe. Auch Hundekämpfe gehörten zur früheren Verwendung dieser Vorfahren. Erst als solche Praktiken Anfang des 19. Jahrhunderts in vielen Ländern verboten wurden, veränderte sich die Zucht langsam in Richtung friedlicherer, kleinerer Begleithunde.

Vom Toy-Bulldog zum Frenchie

1836 wurde in London der sogenannte Toy-Bulldog vorgestellt. Vor allem Weber und Spitzenklöppler mochten diese kleineren Bulldoggen. Als viele von ihnen um 1860 nach Frankreich, insbesondere in die Gegend um Calais, auswanderten, nahmen sie ihre Hunde mit.

Dort wandelte sich die Rolle der Tiere weiter: Aus dem kleinen Bulldoggentyp wurde zunehmend ein freundlicher Begleit- und Familienhund. Ende des 19. Jahrhunderts wurde in Paris der erste Rasseverein gegründet. Von dort aus begann der internationale Aufstieg der Französischen Bulldogge.

Geblieben sind bis heute die charakteristischen Fledermausohren, die anfangs in England noch belächelt wurden – heute aber zu den markantesten Merkmalen der Rasse gehören.

Toy_Bulldog_English_Bulldog

Rassemerkmale & Erscheinungsbild

Die Französische Bulldogge zählt zwar zu den kleinen Hunderassen, hat aber einen ausgesprochen kräftigen und kompakten Körperbau. Sie ist muskulös, breit gebaut und wirkt insgesamt sehr stabil.

  • kompakte Struktur mit kräftigem Brustkorb
  • kurzer Hals und sehr kurze Rute
  • großer, breiter, quadratischer Kopf
  • kurzer Fang mit kurzer Nase
  • große, runde Augen
  • aufrecht stehende Fledermausohren

Das Haarkleid ist kurz, weich und eng anliegend. Unterwolle besitzt die Rasse in der Regel nicht. Dadurch ist die Fellpflege unkompliziert, allerdings ist der Schutz gegenüber Kälte und Nässe begrenzter als bei Hunden mit dichterem Fell.

Wichtig: Bei der Zucht sollte darauf geachtet werden, dass die Nasenlöcher gut geöffnet sind und die Kurzköpfigkeit nicht zu extrem ausfällt. Je extremer die Kopfform, desto größer ist das Risiko für gesundheitliche Probleme.

Die Fellfarben der Französischen Bulldogge

Die Fellfarben der Französischen Bulldogge sind vielfältig. Klassisch sind vor allem fawn, gestromt, ungestromt und gescheckt. Je nach Ausprägung können die Farbtöne von hellem Beige bis zu rötlichem Braun reichen.

Daneben sind auch moderne Farbbezeichnungen bekannt geworden, etwa:

  • French Bulldog Fawn
  • Französische Bulldogge Blue bzw. Blau
  • Französische Bulldogge Blue Tan
  • Französische Bulldogge Merle
  • Französische Bulldogge Braun, Weiß oder Grau

Eine seltene Variante ist die fluffy Französische Bulldogge, also eine langhaarige Französische Bulldogge mit weicherem, teils leicht gewelltem Fell.

Hinweis: Nicht jede auffällige Farbe oder Fellvariante ist automatisch unproblematisch. Bei bestimmten Sonderfarben sollte immer besonders genau auf verantwortungsvolle Zucht und Gesundheit geachtet werden.

Die Haltung der Französischen Bulldogge

Die Haltung der Französischen Bulldogge gilt als vergleichsweise unkompliziert. Gerade deshalb ist sie ein typischer Familien- und Begleithund. Ob Single-Haushalt, Paar, Familie oder Seniorenhaushalt: Frenchies können sich gut an verschiedene Lebenssituationen anpassen.

Entscheidend ist aber, dass sie integriert leben. Eine Französische Bulldogge möchte nicht nur „mitlaufen“, sondern dazugehören. Stundenlanges Alleinsein passt meist nicht zu ihrem Wesen.

Worauf es bei der Haltung ankommt

  • enge soziale Einbindung in den Alltag
  • keine langen Phasen des Alleinseins
  • regelmäßige, aber moderate Bewegung
  • kein Sport bei Hitze oder starker Belastung
  • Gewichtskontrolle, um Übergewicht zu vermeiden

Frenchies verzichten lieber auf lange Radtouren oder anstrengende Wanderungen. Dafür freuen sie sich über kurze Spaziergänge, Spielphasen und mentale Beschäftigung.

Besonders wichtig: Spaziergänge in der Mittagshitze sind für Französische Bulldoggen problematisch. Durch ihre eingeschränkte Atmung können sie ihre Körpertemperatur schlechter regulieren und überhitzen schneller.

Erziehung der Französischen Bulldogge

Auch wenn Französische Bulldoggen klein sind, brauchen sie natürlich eine konsequente, liebevolle Grunderziehung. Kleine Hunde werden in diesem Punkt manchmal unterschätzt – das kann später im Alltag schnell unangenehm werden.

Frenchies gehören nicht zu den extrem bellfreudigen Rassen, bringen aber durchaus einen Sturkopf mit. Wenn man ihnen alles durchgehen lässt, werden Rückruf, Leinenführigkeit oder alltägliche Regeln schnell schwierig.

  • klare Regeln und freundliche Konsequenz
  • gute Bindung als Trainingsbasis
  • frühe Sozialisierung mit anderen Hunden
  • alltagsnahes Training für Restaurant, Spaziergang und Besuch

Eine gute Hundeschule kann hier sehr sinnvoll sein. Sie hilft nicht nur beim Training, sondern auch dabei, dass die Französische Bulldogge den sicheren Umgang mit anderen Hunden lernt.

Pflege der Französischen Bulldogge

Die Pflege der Französischen Bulldogge ist grundsätzlich leicht und unaufwändig. Das kurze Fell verliert vergleichsweise wenig Haare, vor allem weil diese Rasse in der Regel keine Unterwolle besitzt.

  • gelegentliches Bürsten für Glanz und Fellpflege
  • Noppenhandschuh oder weiche Bürste für lose Haare
  • Baden nur in Ausnahmefällen
  • Hautfalten regelmäßig kontrollieren
  • Ohren und Augen sauber halten

Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Gesichtsfalten. Dort können sich Feuchtigkeit, Schmutz und Keime sammeln. Regelmäßige Kontrolle und gegebenenfalls schonende Reinigung helfen, Reizungen und Entzündungen vorzubeugen.

Auch die Augen und Ohren sollten regelmäßig überprüft werden, da Frenchies in diesen Bereichen empfindlich sein können.

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Gesundheit: Typische Probleme bei Französischen Bulldoggen

So beliebt die Rasse ist, so wichtig ist ein ehrlicher Blick auf ihre gesundheitlichen Besonderheiten. Die Französische Bulldogge gehört zu den sogenannten brachycephalen Rassen, also Hunden mit verkürztem Kiefer- und Nasenknochen. Genau daraus ergeben sich viele der typischen Probleme.

Die Rasse wird deshalb häufig kritisch im Zusammenhang mit Qualzucht diskutiert. Gerade extrem gezüchtete Tiere leiden nicht selten unter erheblichen Einschränkungen ihrer Lebensqualität.

Typische gesundheitliche Probleme der Französischen Bulldogge

  • Atemprobleme: Viele Hunde leiden unter Atemnot, schnarchen stark oder keuchen schnell.
  • Hitzeschlag-Risiko: Durch die eingeschränkte Atmung kann die Körpertemperatur schlechter reguliert werden.
  • Wirbelsäulenprobleme: Fehlbildungen können Schmerzen und Rückenprobleme verursachen.
  • Hautprobleme: Hautfalten begünstigen Entzündungen und Infektionen.
  • Augenerkrankungen: Große, hervortretende Augen sind anfälliger für Verletzungen und Reizungen.
  • Ohrprobleme: Verengte Strukturen können Entzündungen fördern.
  • Kiefer- und Zahnfehlstellungen: Zu kurze Kiefer können das Kauen erschweren.
  • Verdauungsstörungen: Blähungen, weicher Kot und Magen-Darm-Empfindlichkeit sind bei vielen Frenchies ein Thema.
  • Juckreiz, Ekzeme und Fellverlust: Hautreizungen und Allergien kommen häufiger vor.

Bitte ernst nehmen: Schnarchen, starke Atemgeräusche oder schnelle Erschöpfung sind bei der Französischen Bulldogge nicht einfach „normal“, sondern können Hinweise auf gesundheitliche Probleme sein.

Lebenserwartung der Französischen Bulldogge

Die Lebenserwartung der Französischen Bulldogge liegt im Durchschnitt bei etwa 10 bis 12 Jahren. Im Vergleich zu anderen Hunderassen ähnlicher Größe ist das leider oft etwas geringer.

Gründe dafür sind unter anderem die höhere Anfälligkeit für:

  • Atemwegserkrankungen
  • Herzprobleme
  • Wirbelsäulenschäden
  • Infektionen
  • chronische Haut- und Verdauungsprobleme

Wie alt ein Frenchie tatsächlich wird, hängt stark von Zucht, Gesundheitsvorsorge, Gewicht, Haltung und Ernährung ab.

Ernährung der Französischen Bulldogge: Allergien, Verdauung & Futterwahl

Die Ernährung der Französischen Bulldogge ist ein besonders wichtiges Thema, weil viele Hunde dieser Rasse einen empfindlichen Magen-Darm-Trakt haben. Blähungen, weicher Kot, häufiges Bauchgrummeln oder Futterunverträglichkeiten sind bei Frenchies keine Seltenheit.

Hinzu kommt, dass viele Französische Bulldoggen zu Allergien oder Hautproblemen neigen. Dann zeigt sich die falsche Fütterung nicht nur im Verdauungstrakt, sondern zum Beispiel auch durch:

  • Juckreiz
  • Ohrenentzündungen
  • Hautrötungen
  • Ekzeme
  • Fellprobleme
  • Blähungen und Durchfall

Warum die Futterwahl bei Französischen Bulldoggen so wichtig ist

Kleine Hunde wie die Französische Bulldogge haben besondere Ansprüche an ihre Ernährung. Ihr Stoffwechsel ist aktiv, gleichzeitig sollten Futtermenge, Energiegehalt und Verträglichkeit gut zum individuellen Alltag passen. Entscheidend sind dabei:

  • die Größe des Hundes
  • das Alter
  • die Konstitution
  • das Aktivitätsniveau
  • äußere Faktoren wie Wetter, Sommer und Winter

Gerade Französische Bulldoggen profitieren häufig von einer hochwertigen, klar aufgebauten Rezeptur, die den Verdauungstrakt nicht zusätzlich belastet. Wichtig sind dabei gut verdauliche Zutaten, eine passende Krokettengröße und ein Futter, das den Hund zuverlässig mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt.

Gesundheit Französische Bulldogge

So sollte eine Französische Bulldogge mit Allergie oder empfindlicher Verdauung gefüttert werden

  1. Gut verträgliche Proteinquellen wählen
    Viele Frenchies reagieren sensibel auf häufig verwendete Proteinquellen. Eine alternative Proteinquelle kann helfen, die Fütterung besser verträglich zu machen.
  2. Klare Zutatenliste bevorzugen
    Je transparenter und reduzierter die Zusammensetzung, desto leichter lässt sich erkennen, was der Hund gut verträgt – und was nicht.
  3. Futter langsam umstellen
    Ein Futterwechsel sollte schrittweise über mehrere Tage erfolgen, damit sich der Verdauungstrakt anpassen kann.
  4. Portionen anpassen
    Die tägliche Futterration sollte immer individuell auf Alter, Bewegung und Körperzustand abgestimmt sein.
  5. Auf Reaktionen achten
    Haut, Fell, Kotkonsistenz, Blähungen und Allgemeinbefinden zeigen oft schnell, ob ein Futter gut passt.

Praxis-Tipp: Bei einer Französischen Bulldogge mit Allergie, Blähungen oder sensibler Verdauung lohnt es sich fast immer, die Ernährung ganz genau anzuschauen. Oft ist das der größte Hebel für mehr Wohlbefinden im Alltag.

Wichtig ist außerdem: Zusätzliche Ergänzungen sind bei einem vollwertigen Hundefutter in der Regel nicht nötig. Viel entscheidender ist, dass das gewählte Futter bedarfsgerecht, verträglich und alltagstauglich ist.

Warum BugBell gut zu Französischen Bulldoggen passen kann

Gerade bei einer Französischen Bulldogge mit Allergien, empfindlichem Magen oder Verdauungsproblemen ist ein Futter gefragt, das den Organismus möglichst wenig belastet und gleichzeitig hochwertig versorgt. Genau deshalb kann BugBell für viele Frenchies eine sehr gute Option sein.

BugBell setzt auf Insektenprotein als Hauptproteinquelle. Das ist besonders interessant für Hunde, die auf klassische Proteinquellen sensibel reagieren oder bereits Unverträglichkeiten zeigen.

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Warum BugBell zu Französischen Bulldoggen passen kann:

  • Insektenprotein als alternative, oft sehr gut verträgliche Proteinquelle
  • geeignet für sensible Hunde, die zu Allergien oder Verdauungsproblemen neigen
  • klare Rezepturen mit Fokus auf gute Verträglichkeit
  • leicht verdaulich – hilfreich bei empfindlichen Mägen
  • moderne, bewusste Fütterung für anspruchsvolle Hundehalter

Viele Halter wünschen sich für ihren Frenchie ein Futter, das Haut, Verdauung und allgemeines Wohlbefinden unterstützt, ohne unnötig kompliziert zu sein. Gerade bei Hunden, die häufig mit Blähungen, Juckreiz oder wechselndem Kot reagieren, kann ein verträglicheres Futter-Setup den Alltag deutlich entspannen.

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Alltag mit einer Französischen Bulldogge

Im Alltag zeigt sich schnell, warum die Französische Bulldogge als so angenehmer Begleithund gilt. Sie ist gerne dabei, liebt kurze gemeinsame Aktivitäten und genießt feste Routinen.

Besonders wichtig im täglichen Zusammenleben sind:

  • ein kühler Ruheplatz im Sommer
  • frisches Wasser jederzeit verfügbar
  • moderate Bewegung statt Überforderung
  • Aufmerksamkeit für Atmung, Haut und Verdauung
  • enge Bindung statt langer Trennung

Wer die Grenzen der Rasse respektiert und auf eine passende Haltung achtet, bekommt mit dem Frenchie einen unglaublich liebenswerten Gefährten.

Qualzucht bei der Französischen Bulldogge: Ein wichtiges Thema

Bei aller Beliebtheit der Rasse darf ein Thema nicht fehlen: Die Qualzucht der Französischen Bulldogge. Viele Frenchies gehören zu den sogenannten brachycephalen Hunderassen. Das bedeutet, dass der Schädel stark verkürzt gezüchtet wurde – besonders im Bereich von Nase und Kiefer. Genau diese Merkmale sorgen zwar für das typische Aussehen der Rasse, können aber auch erhebliche gesundheitliche Probleme verursachen.

Je extremer die Kurzköpfigkeit ausgeprägt ist, desto stärker können Hunde in ihrem Alltag eingeschränkt sein. Einige Französische Bulldoggen leiden beispielsweise unter Atemproblemen, eingeschränkter Belastbarkeit oder Schwierigkeiten bei der Temperaturregulation.

Typische Folgen extremer Zuchtmerkmale können sein:

  • starke Atemgeräusche oder Atemnot
  • schnelles Überhitzen bei warmem Wetter
  • geringe Belastbarkeit bei Bewegung
  • Augenprobleme durch hervorstehende Augen
  • Hautentzündungen in tiefen Hautfalten
  • Verdauungsprobleme und erhöhte Infektanfälligkeit

In den letzten Jahren wächst das Bewusstsein für diese Problematik. Viele Tierärzte, Zuchtverbände und Tierschutzorganisationen setzen sich dafür ein, die Zucht der Französischen Bulldogge gesünder zu gestalten. Dabei wird beispielsweise darauf geachtet, dass Hunde längere Nasen, besser geöffnete Nasenlöcher und insgesamt robustere Körperstrukturen besitzen.

Wenn du dich für eine Französische Bulldogge interessierst, lohnt es sich daher besonders, auf einen verantwortungsvollen Züchter zu achten. Gesunde Elterntiere, eine moderate Kopfform und eine gute Atmung sind wichtige Hinweise darauf, dass die Tiere weniger stark unter den typischen Problemen brachycephaler Rassen leiden.

Gut zu wissen: Mit einer verantwortungsvollen Zucht, guter Haltung, tierärztlicher Betreuung und einer passenden Ernährung können viele Französische Bulldoggen ein glückliches und erfülltes Leben führen.

FAQ: Häufige Fragen zur Französischen Bulldogge

Ist die Französische Bulldogge ein guter Familienhund?

Ja, in vielen Fällen ist die Französische Bulldogge ein sehr guter Familienhund. Sie ist anhänglich, freundlich und liebt die Nähe zu ihren Menschen.

Wie viel Bewegung braucht eine Französische Bulldogge?

Frenchies brauchen regelmäßige, aber eher moderate Bewegung. Lange sportliche Belastungen oder Spaziergänge bei Hitze sind ungeeignet.

Sind Französische Bulldoggen anfällig für Allergien?

Ja, viele Französische Bulldoggen neigen zu Allergien, Hautproblemen und empfindlicher Verdauung. Deshalb ist die richtige Ernährung besonders wichtig.

Welches Futter passt zu einer Französischen Bulldogge?

Ideal ist ein hochwertiges, gut verträgliches Hundefutter mit klarer Zutatenliste. Viele sensible Frenchies profitieren von alternativen Proteinquellen wie Insektenprotein.

Kann eine Französische Bulldogge lange allein bleiben?

Eher nein. Die Rasse ist sehr menschenbezogen und fühlt sich wohler, wenn sie eng in den Alltag ihrer Familie eingebunden ist.

Warum schnarcht eine Französische Bulldogge so oft?

Das hängt häufig mit der brachycephalen, also kurzköpfigen Anatomie zusammen. Starkes Schnarchen oder schwere Atmung sollten jedoch tierärztlich abgeklärt werden.

Wissenschaftliche & veterinärmedizinische Quellen zu Französischen Bulldoggen

  • Merck Veterinary Manual: Informationen zu brachyzephalen Atemwegserkrankungen, Hauterkrankungen, Augenerkrankungen und Verdauungsproblemen beim Hund.
  • WSAVA Global Nutrition Guidelines: Leitlinien zur bedarfsgerechten Fütterung, Energieversorgung und Beurteilung der Verträglichkeit von Hundefutter.
  • Fédération Cynologique Internationale (FCI): Rassestandard der Französischen Bulldogge, Einordnung in Gruppe 9, Sektion 11.
  • Veterinärmedizinische Übersichtsarbeiten zu brachyzephalen Rassen: Atemwegsprobleme, Hitzestress, Wirbelsäulenveränderungen und Lebensqualitätsaspekte.
  • Kleintiermedizinische Fachliteratur zu Futtermittelallergien beim Hund: Hautsymptome, Magen-Darm-Beschwerden und diätetisches Management bei sensiblen Hunden.
  • Veterinärdermatologische Quellen: Zusammenhang zwischen Hautfalten, Feuchtigkeit, bakteriellen Infektionen und chronischem Juckreiz.

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Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine tierärztliche Beratung. Unsere Produkte können zur ernährungsphysiologischen Unterstützung beitragen, stellen jedoch keine tiermedizinischen Produkte dar. Bei gesundheitlichen Problemen deines Hundes konsultiere bitte immer eine(n) Tierarzt oder Tierärztin.

Porträt von Jamina Zaugg

Geprüft und freigegeben durch

Jamina Zaugg, M.Sc.

Food Scientist bei BugBell

Jamina ist Lebensmittelwissenschaftlerin mit Schwerpunkt auf funktionalen Tiernahrungsrezepturen, alternativen Proteinquellen und verträglicher Fütterung. Sie verantwortet bei BugBell die Produktentwicklung, Rezepturvalidierung und die transparente, offene Deklaration aller Zutaten.

Abschluss: M.Sc. Food Science (Hochschule Osnabrück)

Expertise: Ernährungsphysiologie, alternative Proteine, Rezeptur- und Etikettenrecht (EU)

Interessenkonflikte: arbeitet für BugBell (produktbezogene Inhalte können Eigenprodukte nennen)