Epilepsie bei Hunden

Epilepsie bei Hunden - Welche Rolle spielt das Futter?

Auch Hunde können an Epilepsie leiden, was eine neurologische Störung ist, die ungewöhnliche Empfindungen, Verhaltensweisen und Anfälle verursacht. Es ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen, die bei Hunden auftreten.

In den letzten Jahren ist eine zunehmende Häufung von Hunden mit epileptischen Anfällen zu beobachten. Dieses Phänomen ist nicht allein auf eine sorgfältige Zuchtauswahl zurückzuführen, sondern es wird deutlich, dass Fehler in der Fütterung, Haltung und Pflege ebenfalls das Auftreten dieser Erkrankung begünstigen können.

Hundeepilepsie verursacht unregelmäßige neurologische Aktivität im Gehirn; das ist eine Funktionsstörung des Gehirns. Zu den Symptomen gehören Verhaltens-änderungen, vermindertes Bewusstsein und eingeschränkte motorische Fähigkeiten. Es gibt viele Ursachen für Epilepsie bei Hunden, aber alle sind auf eine Art Funktionsstörung im Gehirn zurückzuführen.

Die Krankheit verursacht Probleme mit Gehirnzellen.

Im Folgenden werde ich neben grundlegenden Informationen über die Krankheit auch verschiedene potenzielle Ursachen für Epilepsie beleuchten und auf negative Verstärker hinweisen. Letztere beziehen sich auf Stressfaktoren im Alltag, die als Ansatzpunkt dienen können, um das Risiko der Krankheitsentwicklung oder die Häufigkeit der Anfälle zu minimieren.

Grundlegendes: Was bedeutet Epilepsie?

Epilepsie, auch als epileptiforme Anfälle in der Tiermedizin bezeichnet, bezieht sich auf abnorme Neuronenentladungen im Gehirn eines Hundes, die plötzliche, unwillkürliche und stereotypische Verhaltens- oder Befindungsstörungen hervorrufen. Diese Anfälle treten in der Regel wiederholt auf und können unterschiedliche Dauern haben, von wenigen Sekunden bis zu mehreren Minuten.

Jedes Gehirn zeigt von Natur aus eine gewisse Anfälligkeit für Krampfanfälle, die bei Hunden mit epileptischem Syndrom durch bestimmte auslösende Faktoren erhöht wird. Je nachdem, ob diese Neuronenentladung auf einen bestimmten Bereich beschränkt bleibt oder das gesamte Gehirn betrifft, spricht man von einer partiellen oder generalisierten Form des Anfalls.

Generalisierter Anfall

Ein generalisierter Anfall wird durch eine Neuronenentladung im gesamten Gehirn ausgelöst, und schwere Anfälle dieser Art werden als "Grand-mal-Anfälle" bezeichnet.

Symptome:

  • Plötzliches Hinstürzen in der Regel mit Bewusstseinsverlust
  • Versteifung der Glieder und Krämpfe unterschiedlicher Schwere (tonisch-klonisch)
  • Laufbewegungen, Kaubewegungen, vermehrter Speichelfluss (Salivation)
  • Unwillkürlicher Harn- und Kotabsatz
  • Teilweise Atemstillstand
  • Gefahr des sogenannten Status epilepticus, ein Anfall, der lange (über 30 Minuten) anhält oder in eng aufeinander folgenden Intervallen ohne Erholung erfolgt. Dies kann lebensbedrohliche Formen annehmen und erfordert tierärztliche Behandlung.

Die körperliche Belastung und die Beeinträchtigung der Steuerung des zentralen Nervensystems können zu Ausfällen wichtiger Körperfunktionen wie Atmung, Blutdruck und Temperatur führen. Darüber hinaus können lang anhaltende Entladungen der Nervenzellen zu massiven Schädigungen des Gehirns führen.

Nach dem Anfall ist der Hund total erschöpft und muss sich regenerieren. Es wird vermutet, dass Hunde sich an nichts mehr erinnern können und während des Anfalls keine Schmerzen empfinden. Einige Hunde können jedoch nach einem Anfall verwirrt und ängstlicher als gewohnt sein.

Vier Phasen des generalisierten Anfalls:

  1. Prodromalphase: Stunden bis manchmal Tage vor dem Anfall, gekennzeichnet durch vermehrte Unruhe, Bewegungsdrang oder vermehrtes ängstliches Verhalten.
  2. Aura: Zeit kurz vor dem Anfall, in der Hunde oft abnorme Verhaltensweisen zeigen, sich verkriechen oder vermehrt die Nähe des Menschen suchen.
  3. Iktus: Zeit des eigentlichen Krampfanfalls, der entweder kurz (2-5 Minuten) ist, was auf eine primäre oder idiopathische Epilepsie hinweisen kann, oder lange dauert, was bei einer sekundären Epilepsie oft der Fall ist.
  4. Postiktale Phase: Zeit der Erholung - einige Minuten bis zu mehreren Tagen - nach dem Anfall, die mit Bewusstseinstrübungen und Verhaltensstörungen einhergehen kann.

Die verschiedenen Arten von Epilepsie, was sind die Auslöser?

Neben der Unterscheidung basierend auf den betroffenen Hirnanteilen ist ein weiteres Kriterium für die Praxis von entscheidender Bedeutung. Man unterscheidet zwischen primären (idiopathischen) und sekundären (symptomatischen) Epilepsien. Die Arten der Epilepsie unterscheiden sich in der Behandlungsweise, daher ist es notwendig erstmals zu ermitteln, von welcher Art Euer Vierbeiner betroffen ist.

Primäre (idiopathische) Epilepsie

Bei der primären oder idiopathischen Epilepsie fehlen körperliche Anzeichen wie Veränderungen im Blutbild oder Liquor (Körperflüssigkeit, die im zentralen Nervensystem, also im Gehirn und Rückenmark, vorkommt). Die Diagnose erfolgt durch Ausschluss einer sekundären Form der Epilepsie. Mit anderen Worten sind die Ursachen für eine primäre Epilepsie noch nicht geklärt. Verschiedene Faktoren wie Vererbung, Neurotransmitterstörungen usw. werden in Betracht gezogen.

Eine leichte Erregung der Nervenzellen eines Hundes ist eines der Anzeichen dieser Krankheit; dies führt zu den bekannten epileptischen Anfällen. Vor der Diagnose dieser Art von Epilepsie schließt der Tierarzt andere mögliche Ursachen aus. Medikamente sind entscheidend bei der Behandlung der Krankheit; ein Anfall alle drei Monate gilt als ideal.

Sekundäre (symptomatische) Epilepsie

Die sekundäre Epilepsie deines Hundes kann durch eine andere Grunderkrankung verursacht werden. Häufige Ursachen dieser sekundären Anfälle sind Stoffwechselstörungen, die durch Nieren- oder Lebererkrankungen, Herzerkrankungen (die zu Hypoxie im Gehirn führen können) und Enzephalitis verursacht werden. Auch Nährstoffmängel, wie ein niedriger Natriumspiegel im Blut nach schwerem Durchfall, sind mögliche Ursachen. Zwischen den Anfällen kann das Gehirn eines Hundes Anzeichen eines neurologischen Mangels zeigen. Dies ist auf Veränderungen im Gehirn zurückzuführen, die durch den epileptischen Zustand verursacht werden. Diese Veränderungen sind mit einer MRT-Diagnose deutlich zu sehen.

Ursachen von sekundären Epilepsien und ihre Bewältigungsmöglichkeiten

Bei sekundärer Epilepsie liegen primär andere Störungen vor, die anschließend zu epileptischen Anfällen führen. Die Behandlung dieser primären Störungen ist entscheidend und eröffnet gleichzeitig Möglichkeiten für eine wirksame Vorbeugung.

Es ist wichtig zu betonen, dass nicht alle organischen Hirnschäden, beispielsweise durch Traumata oder Infektionskrankheiten, geheilt werden können. Doch im Bereich der stoffwechselbedingten Epilepsie kann der Halter auf zweifache Weise positiv eingreifen.

Wenn bereits Krankheitssymptome vorhanden sind, ermöglicht ein angemessenes Management von Fütterung, Pflege und Haltung die Chance auf Linderung oder Stabilisierung der Symptomatik. Gleichzeitig eröffnet sich für gesunde Hunde die Möglichkeit einer vielversprechenden Vorbeugung. 

Die Ursachen für sekundäre epileptiforme Anfälle lassen sich in verschiedene Gruppen einteilen:

Gruppe 1: Organische Hirnschäden Hierzu gehören Anfälle infolge von Hirntraumata, Thrombosen oder Tumorbildungen. Leider ist eine Prophylaxe oder Linderung in dieser Gruppe oft kaum möglich, da der organische Schaden nicht behoben werden kann. Dennoch kann eine allgemeine Stoffwechselentlastung Erleichterung verschaffen.

Zu dieser Gruppe zählen auch angeborene Hirnschäden wie Hydrocephalus oder bleibende organische Schäden nach Infektionskrankheiten wie Staupe, Toxoplasmose oder Enzephalitis.

Gruppe 2: Vergiftungen Vergiftungen, sei es durch chemische Substanzen wie Schneckengift oder Rattengift oder durch ungeeignete Nahrungsmittel wie Schokolade, können zu sekundärer Epilepsie führen. Die Prophylaxe besteht vor allem darin, alle potenziell giftigen Substanzen außer Reichweite des Hundes zu entfernen und ungeeignete Nahrungsmittel zu vermeiden.

Gruppe 3: Nebenwirkungen von Medikamenten Chemische Medikamente, einschließlich Antiparasitenmitteln wie Bravecto®, können unerwünschte Nebenwirkungen wie Zittern, Ataxie, Krampfanfälle und Epilepsie auslösen. Als prophylaktische Maßnahme wird ein maßvoller Umgang mit chemischen Medikamenten empfohlen. Natürliche Abwehrsprays und unterstützende pflegerische Maßnahmen können oft ausreichen.

Gruppe 4: Störungen bzw. Erkrankungen von Stoffwechselorganen Erkrankungen der Stoffwechselorgane wie Leber- und Nierenschäden oder Diabetes können ebenfalls epileptische Anfälle zur Folge haben. Die Fütterung sollte speziell auf die jeweilige Störung eingestellt werden, und der Verzicht auf chemische Zusätze in der Ernährung bietet Vorteile. Eine angemessene Eiweißversorgung ist ebenfalls wichtig, wobei Überversorgungen zu meiden sind.

ZUSAMMENFASSUNG: 

Bei der sekundären Epilepsie treten die Anfälle als Sekundärerscheinungen infolge bestimmter anderer Organ- oder Funktionsstörungen auf. Dazu gehören unter anderem:

  • Traumata
  • Thrombosen
  • Tumore
  • Organische Hirnstörungen
  • Infektionen wie Staupe, Toxoplasmose usw.
  • Enzephalitis
  • Stoffwechselstörungen wie Diabetes, Leber- und Nierenerkrankungen
  • Als Folge von Vergiftungen oder als Nebenwirkung von Medikamenten

Insbesondere im Bereich der sekundären Epilepsie bieten sich zahlreiche Ansatzpunkte, um positiv auf das Auftreten und das Ausmaß der Krankheit Einfluss zu nehmen.

 

Weitere mögliche Auslöser einer Epilepsie sind:

  • neigt Euer Hund zu Krampfanfällen, ist er stressempfindlich. Stress kann sich durch eine Vielzahl von Impulsen und Aktivitäten äußern. Dazu gehören körperlicher und geistiger Stress, übermäßige Bewegung, laute Geräusche (z. B. quietschende Spielzeuge oder Silvester-Kracher) und bestimmte Situationen, die Ihren vierbeinigen Freund emotional belasten können (z. B. Einsamkeit oder Angst).
  • Infektionskrankheiten oder hormonelles Ungleichgewicht (z.B. durch Diabetes) können eine Ursache für Krampfanfälle sein.
  • Verletzungen können diese begünstigen.

Theoretisch ist eine primäre Epilepsie nicht heilbar, eine hochwertige Ernährung kann Eurem Hund jedoch helfen, die Häufigkeit seiner Anfälle zu reduzieren. Im Fokus steht dabei die Entlastung des Stoffwechsels, was als ganzheitliche und stoffwechselfreundliche Lebensweise betrachtet werden kann und somit das Potenzial einer stoffwechselbedingten Epilepsie erheblich verringert. Passt auf Eure Fellnasen auf und gebt ihnen nur das Beste.

 

Negative Verstärker vermeiden

Hunde mit epileptischer Neigung haben oft eine niedrigere Stresstoleranz. Ein gut strukturierter, ruhiger Tagesablauf ist daher entscheidend, um übermäßigen Stress zu vermeiden. 

Die individuellen "Alptraumsituationen" des Hundes, wie Silvesterknaller oder Autofahren, sollten nach Möglichkeit vermieden oder durch psychologisches Training angegangen werden.

Die Chancen zur Vermeidung von epileptischen Anfällen und zur positiven Beeinflussung der Erkrankung sind durch ein kluges Management von Fütterung, Haltung und Pflege gegeben. Es liegt in der Verantwortung der Hundehalter, diese Chancen zu nutzen und ihren Vierbeinern ein gesundes und glückliches Leben zu ermöglichen.

Beispiele für negative Einflussfaktoren:

  1. Körperliche, nervliche und geistige Überforderung: Übermäßiges Toben mit Spielgefährten, insbesondere bei Welpen, übermäßiges Ballspielen oder exzessives Fahrradtraining sind eindeutig negative Einflussfaktoren für sensible Hunde. Obwohl Spielen wichtig ist und dem Hund Spaß macht, neigen viele Hunde, insbesondere die leicht stressanfälligen Charaktere, dazu, ihre eigenen Grenzen zu überschreiten. Hunde benötigen klare Grenzen, ähnlich wie Kinder. Es ist wichtig, verantwortungsbewusste Maßstäbe zu setzen und bei drohender körperlicher oder nervlicher Überforderung die Notbremse zu ziehen.

  2. "Quietschendes" Spielzeug: Untersuchungen haben gezeigt, dass normales quietschendes Spielzeug tatsächlich einen Schalldruckpegel von 113 dB erreicht, was einer Lautstärke einer Kreissäge entspricht. Dies kann für empfindliche Hundeohren stressig sein und in der Praxis oft zu Überreaktionen, Aggressionen und sogar zu epileptischen Anfällen bei Hunden mit Epilepsie führen. Spielzeug sollte Spaß machen, ohne dabei Geräusche zu erzeugen. Intelligente und belohnende Spielzeuge sind hier eine gute Alternative.

  3. Übermäßiges Erziehen und/oder Trainieren: Ein regelmäßiges und angemessen langes Training ist gut für Körper und Psyche des Hundes. Jedoch können übermäßiger Perfektionismus und zu viel Ehrgeiz seitens des Halters Hunde leicht überfordern und letztendlich nicht die gewünschten Ergebnisse bringen. Bei Schwierigkeiten ist es wichtig, Ruhe einkehren zu lassen und möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt erneut mit der Übung zu beginnen.

  4. Rudelstress: Das Leben in einem Hunderudel ist oft mit Stress verbunden. Es ist daher sinnvoll, auch in einem Rudel regelmäßig Ruhezeiten zu ermöglichen und im Bedarfsfall einzugreifen. Rangordnungsprobleme sollten beobachtet und für jedes Rudelmitglied sichere Rückzugsmöglichkeiten geschaffen werden.

  5. "Der alltägliche Wahnsinn": Der "alltägliche Wahnsinn" bezieht sich auf hektische Lebensumstände, bei denen der Hund den ganzen Tag nicht zur Ruhe kommt. Die ständige Überreizung des Nervensystems und fehlende Ruhe- und Regenerierungsphasen können Krampfanfälle begünstigen oder auslösen. Daher ist es sinnvoll, Struktur in den Alltag des Hundes zu bringen und einen geregelten, ruhigen Tagesablauf mit ausreichend Ruhephasen zu schaffen. Falls Kinder im Haushalt sind, sollten auch sie über die Notwendigkeit informiert werden.

  6. Individuelle "Alptraumsituationen" des Hundes: Abgesehen von anderen nicht aufgeführten negativen Einflussfaktoren gibt es individuelle "Alptraumsituationen" des Hundes. Dies sind Situationen, die je nach Veranlagung oder Prägung des Hundes eine starke Überreizung darstellen, wie zum Beispiel Silvesterknaller, Alleingelassen werden, Autofahren, etc. Solche Situationen sollten nach Möglichkeit vermieden oder durch psychologisches Training eine Verhaltensänderung angestrebt werden.

Es besteht die Gefahr, dass jeder Hund, ohne dies zu beabsichtigen, an sekundärer Epilepsie aufgrund von Stoffwechselstörungen erkranken kann. Daher ist die richtige Fütterung, Haltung, Pflege und medikamentöse Versorgung von entscheidender Bedeutung. Hundehalter, die einen Hund mit epileptischen Anfällen haben oder hatten, wissen, wie machtlos man sich während eines Anfalls fühlen kann. In solchen Momenten bleibt oft nur das Wegräumen von Gegenständen, um Verletzungen des Hundes zu verhindern. Die Erschöpfung und Verwirrung des Hundes nach einem Anfall können für alle Beteiligten eine enorme seelische Belastung darstellen. Ein durchdachtes Management kann das Risiko von Epilepsie verringern und bei vorhandener Erkrankung eine positive Beeinflussung ermöglichen. Es ist wichtig, diese Chancen zu nutzen.

Wie erkenne ich Epilepsie bei meinem Vierbeiner?

Bei Krampfanfällen sind nicht immer alle Symptome eindeutig erkennbar. Darüber hinaus gibt es nicht nur mehrere Arten von Epilepsie, es wird auch zwischen partiellen Anfällen und generalisierten Anfälle unterschieden. Im Folgenden beschreiben wir Euch welche möglichen Zeichen jeweils darauf hinweisen können.

Fokaler/Partieller Anfall

Manche Menschen sprechen von partieller oder fokaler Epilepsie, wenn nur einzelne Hirnareale betroffen sind. Angriffe äußern sich in bestimmten Körperteilen nur durch Zucken der Haut, der Lippen, der Augen oder der Pfoten. Unangemessenes Bellen, Schnappen oder Kauen sind ebenfalls mögliche Anzeichen.

Bei einem partiellen Anfall kommt es zu einer Neuronenentladung in einem bestimmten Teilbereich des Gehirns.

Symptome:

  • Der Anfall erfolgt in der Regel ohne Bewusstseinsverlust.
  • Die Symptome können sehr unterschiedlich sein.
  • Krampfartige Kontraktionen einzelner Muskelgruppen oder Glieder können auftreten.
  • Verbiegen des Rückens ist möglich.
  • Verhaltensveränderungen können mit Halluzinationen einhergehen, wie zum Beispiel "Fliegenschnappen", Schwanzbeißen, Raserei oder Angstzustände.
  • Nach dem Anfall kann eine leichte Verwirrung auftreten, jedoch gibt es keine ausgeprägte Erholungsphase.

 

Generalisierter Anfall

Diese Art von Anfällen tritt auf, wenn beide Gehirnhälften betroffen sind. Es macht sich durch Krämpfe, die den ganzen Körper betreffen, bemerkbar. Diese Anfälle werden normalerweise in drei Stadien unterteilt.

Das erste Stadium gilt als Vorläufer eines tatsächlichen Anfalls. Hier kann Euer Hund unruhig wirken oder ein für ihn untypisches Verhalten zeigen. Vermehrtes Erbrechen und Wasserlassen sind weitere Anzeichen für drohende Krämpfe.

Geht der Anfall in die zweite Phase über, können die Muskeln, verkrampfen der Hund fällt zu Boden mit ausgestreckten Beinen. Während eines Anfalls reagiert er nicht mehr auf seine Umgebung, er wimmert möglicherweise oder seine Atmung kann sich beschleunigen - Urin und Kot können ebenfalls ausgeschieden werden. Es ist besonders wichtig, Ihrem pelzigen Freund in dieser Phase Gesellschaft zu leisten, ruhig zu bleiben und mit beruhigender Stimme mit Ihrem Hund zu sprechen.

Wenn ein Anfall endet, ist der Körper des Hundes aufgrund der körperlichen Belastung typischerweise erschöpft. Folglich schläft Eure Fellnase in dieser Phase oft lange und sehr viel. Erhöhter Appetit und zusätzliches Verlangen nach Wasser sind üblich im letzten Stadium. Die Auswirkungen eines Anfalls können Minuten bis Tage oder in einigen Fällen sogar Wochen anhalten.

Um den Verlauf eines epileptischen Anfalls so milde und erträglich wie möglich für Euren Liebling zu machen, gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Die Behandlung richtet sich nach der Grunderkrankung, der Schwere oder Häufigkeit der Anfälle und wird mit Antiepileptika ergänzt. Neben Ruhe und viel Schlaf wirkt sich auch die Hundenahrung auf die Epilepsie aus. Welche Rolle spielt die Ernährung Eures Hundes hierbei?

Genetische Veranlagung – Rasseabhängigkeit?

In der Praxis zeigt sich, dass bestimmte Hunderassen wie Cocker Spaniel, Golden Retriever, Berner Sennenhunde usw. eine erhöhte Anfälligkeit für Epilepsien aufweisen. Die Vererbung spielt sicherlich eine entscheidende Rolle und fällt in den Bereich verantwortungsbewusster Zuchtauswahl. Jedoch führt eine genetische Veranlagung nicht zwingend zu einem Ausbruch der Krankheit. Heutzutage geht man davon aus, dass eine sogenannte multifaktorielle Genese vorliegt. Das bedeutet, dass nicht eine einzelne Ursache, sondern verschiedene Faktoren gleichzeitig zum Auftreten der Erkrankung führen.

HINWEIS: Nicht nur bei der idiopathischen Epilepsie geht man von einer multifaktoriellen Genese aus. Auch bei der sekundären Epilepsie werden verschiedene Faktoren als auslösend für den Krankheitsausbruch verantwortlich gemacht. Dabei ist es wichtig, die identifizierten Ursachen – soweit möglich – zu beseitigen. Das Management von Fütterung, Pflege und Haltung spielt hierbei eine entscheidende Rolle.

Was mein Hund mit Epilepsie essen sollte

Die Hundeernährung ist aufgrund ihrer potenziellen Vorteile für epileptische Hunde zu einem Gegenstand wissenschaftlicher Forschung geworden. Wie kann die Hundeernährung bei der Krankheit und deren Behandlung helfen?

Hunde mit Epilepsie reagieren besonders empfindlich auf Stresssituationen und häufig wechselnde Fressplätze können sich negativ auf Ihren Hund auswirken und Krampfanfälle auslösen.

Das richtige Futter kann helfen, mit Medikamenten umzugehen, die zu einer Überanstrengung von Magen und Darm führen und der Reizung entgegenwirken.

Epilepsie bei Hunden - Welche Rolle spielt das Hundefutter?

Viele Hunde leiden unter Allergien gegen Fleischeiweiß oder Weizenunverträglichkeit. Stelle sicher, dass dein pelziger Freund getreidefreie, hypoallergene und leicht verdauliche Nahrung zu sich nimmt, um bei diesen Problemen zu helfen. Eine angemessene Versorgung mit Eiweiß ist von entscheidender Bedeutung für einen reibungslosen Stoffwechsel. Es ist besonders wichtig, Überversorgungen zu vermeiden, die in der Regel selten auftreten und hauptsächlich mit einer BARF (Biologisch Artgerechte Roh-Fütterung) Ernährung in Verbindung stehen. Dabei entsteht die Gefahr von Überversorgungen durch einen zu hohen Eiweißgehalt im Grundfutter, oft verursacht durch zu große Mengen an proteinreichen Leckerbissen wie Trockenfleischprodukten. Wenn proteinhaltige Leckerbissen gefüttert werden, ist es ratsam, diese mit einem entsprechenden Anteil an Kohlenhydratträgern auszugleichen, um ein ausgewogenes Verhältnis von Eiweiß zu Energie sicherzustellen.

Es empfiehlt sich aber auch, genau auf die Inhaltsstoffe der Lebensmittel zu achten. Calcium, Magnesium und Kalium sind wichtige Nährstoffe für die Gesundheit des Hundes.

Zuletzt sollte auch der Rohaschegehalt im Futter beachtet werden. Der Rohaschegehalt gibt den Anteil an Mineralien und unverdaulichen Stoffen im Futter an und sollte in moderaten Mengen gehalten werden – etwa bis zu 8 % in Trockenfutter und 2,5 % in Nassfutter. Ein zu hoher Anteil an Rohasche kann letztendlich insbesondere die Nieren und die Leber überlasten.

Darum BugBell

Durch die Auswahl von Zutaten mit der richtigen Nährstoffzusammensetzung und Qualität beeinflusst das Hundefutter von BugBell die Gesundheit Eures Hundes. Die Nahrung ist hypoallergen, weil es kein Gluten enthält und die Proteine von Insekten ​​verwendet. Dies macht es zu einer guten Option für Hunde mit Allergien oder Unverträglichkeiten, was wiederum Auslöser von Krampfanfällen sind.

Durch die Verwendung von Insektenprotein im Hundefutter wird eine nachhaltigere Alternative zu Fleischproteinen geboten. Im Vergleich zur konventionellen Tierhaltung benötigt die Insektenzucht viel weniger Zeit und Ressourcen, um die gleiche Menge Futter zu produzieren.

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